2018

SPD fordert den Erhalt des Gesundheitsmobils für die Versorgung ländlicher Regionen im Landkreis

Der Kreistag von Nordwestmecklenburg hat auf seiner letzten Sitzung am 06.12.2018 den Doppelhaushalt für die Jahre 2019 und 2020 beschlossen. In der Planung dieses Haushaltes sind die bisherigen Ausgaben für das Gesundheitsmobil gestrichen worden.

Karin Lechner, Sozialexpertin der SPD, erklärt hierzu: „Bereits in der Haushaltsplanung hat sich die CDU vehement gegen den Erhalt des Gesundheitsmobils ausgesprochen und drohte mit dem Scheitern der Haushaltsabstimmung. Damit würde jedoch ab Januar kein Haushaltsrecht bestehen. Insbesondere die wichtigen freiwilligen Leistungen des Landkreises wären damit sofort eingefroren.“

Die SPD-Kreistagsfraktion hat sich darauf hin zu einer Zustimmung des Haushaltsplanes entschlossen. Diese Entscheidung ist der SPD nicht leichtgefallen. Allerdings sieht sich die SPD-Fraktion in der sozialen Verantwortung für die Sicherstellung des Kreishaushaltes. Nur damit konnte die Sicherheit der Haushaltsführung für den Landkreis Nordwestmecklenburg gewahrt werden. „Genau diese Verantwortung vermisse ich bei der CDU-Fraktion, die den Haushalt an der Frage des Gesundheitsmobils scheitern lassen wollte“, so Karin Lechner.

Die SPD im Landkreis Nordwestmecklenburg protestiert gegen die Streichung des Gesundheitsmobils.

Dr. Andreas Walus, Kreisvorsitzender der SPD: „Das Gesundheitsmobil ist gerade für die medizinische und soziale Versorgung unserer Dörfer ganz wichtig. Deshalb sind wir empört über die beabsichtigte Streichung des Gesundheitsmobils.“

Die SPD wird sich deshalb im nächsten Jahr nicht nur für den Erhalt des Gesundheitsmobils, sondern auch für dessen Ausbau einsetzen. Hierzu wird durch die SPD gerade ein Konzept für ein „Gesundheitsmobil 2.0“ entwickelt, das neben dem bisherigen Versorgungsauftrag auch weitere Angebote des Gesundheitsdienstes anbieten soll.

„Gerade ältere Menschen in den Dörfern unseres Landkreises, aber auch junge Familien brauchen eine sehr gute medizinische Versorgung. Das Gesundheitsmobil ist ein wichtiger Baustein dieser Gesundheitsversorgung: Es entlastet unsere Ärzte und ArzthelferInnen. Es hilft vor Ort im Dorf. Beratung und Vorsorge sind kostenlos. Für uns Sozialdemokraten ist daher klar, dass wir im nächsten Jahr nicht weniger, sondern mehr medizinische Vorsorge in den Dörfern anbieten wollen“, führt Andreas Walus weiter aus.

Die SPD sieht – im Gegensatz zur CDU – die Finanzierbarkeit des Gesundheitsmobils als möglich an. Unter anderem durch die Gewinnung von Kooperationspartnern kann der Ausbau des Gesundheitsmobils weiter vorangetrieben werden.

Sven Schiffner, Pressesprecher des SPD-Kreisverbandes ergänzt hierzu, dass die Grundzüge eines erweiterten SPD-Konzeptes für das „Gesundheitsmobil 2.0“ am 17.01.2019 vorgestellt werden.

 

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