2019

SPD verurteilt Hassverbreitung durch AfD Nordwestmecklenburg

Nach dem mutmaßlichen Mord am CDU-Politiker Walter Lübcke durch einen Rechtsextremisten wurde auf der Facebook-Seite der AfD Nordwestmecklenburg Hass gegen den Getöteten und Zustimmung für die Tat verbreitet. Der Nordkurierberichtete hierüber am 21.06.2019. Der AfD-Kreisvorsitzende Christoph Grimm distanzierte sich erst auf Presseanfrage von diesen Kommentaren. 

Seit dem vergangenen Donnerstag verbreitet die AfD erneut unfassbare Hasskommentare auf ihrer Facebook-Seite in Nordwestmecklenburg. Anlässlich der Berichterstattung über eine augenscheinliche Erkrankung der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) werden seitdem auf der Facebook-Seite der AfD Nordwestmecklenburg unmenschliche, teils schmerzhafte und leidvolle Wünsche in Richtung der Bundeskanzlerin ausgesprochen. Beispielhaft lässt sich hier wie folgt zitieren: „Ich habe sowas schon gesehen. Das nennt sich BSE besser bekannt als Rinderwahn.“ „Der Teufel wird Sie schon bald holen. Nur eine Frage der Zeit!.“ „Ich hoffe die klatscht weg dann feier ich eine dicke Party“

Zu der erneuten Hassverbreitung positioniert sich Dr. Andreas Walus, SPD-Kreisvorsitzender: 

„Die sogenannte AfD hat den Boden eines respektvollen und menschlichen Miteinanders in unserem Land verlassen. AfD-Politiker äußern sich oft selbst unmenschlich und erschreckend gewaltorientiert. Darüber hinaus lassen AfD-Politiker oft zu, dass auf ihren Veranstaltungen oder ihren Facebook-Seiten unfassbare Hetze gegen Politiker anderer Parteien betrieben wird. Es wird sogar geduldet, dass über die vermutliche Erkrankung unserer Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beleidigende und menschenverachtende Äußerungen verbreitet werden. 

Als SPD-Kreisvorstand sind wir entsetzt darüber, dass die AfD Hass und Hetze zulässt. Sogar vor augenscheinlich kranken Menschen macht diese Partei nicht Halt, wenn es darum geht, Verantwortungsträger unseres Staates anzugreifen. Wir verurteilen die AfD Nordwestmecklenburg auf das schärfste, weil sie Hetze aktiv verbreitet oder deren weitere Verbreitung nicht verhindert.“